Aktuelle Meldungen

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Das Nullheizenergiehaus aus Holz Infohaus – Führung zur Energietechnik

Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2002 findet im neuen Naturparkhaus an der B11 Abfahrt Zwiesel - Süd (Infozentrum 3) eine Sonderführung durch das neue Naturpark – Informationshaus statt. Die Veranstaltung wurde zusammen mit dem Bund Naturschutz, Ortsgruppe Metten organisiert, eingeladen ist aber die ganze Bevölkerung zur Teilnahme. Die Veranstaltung findet am Sonntag 02.06.2002 um 11.00 Uhr statt. Bildungsreferent Hartwig Löfflmann wird das Sonnenhaus mit seinen verschiedenen Energietechnik – Komponenten erläutern und auch auf die naturkundlichen Ausstellungen in dem speziell auf Kinder und Familien ausgerichteten Gebäude eingehen. Es besteht auch die Möglichkeit einen Film zum Bauablauf anzusehen oder mit einer interaktiven CD mehr Informationen zu Energietechnik – Details zu erfahren.

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Neue Infos zum Naturpark - Informationshaus Abschlußbericht zur Bauphase erhältlich

Das neue Naturpark – Informationshaus wurde als Holzbau mit Solarfassade errichtet, der das ganze Jahr über mit solarer Wärme beheizt werden kann. Dieses Vorzeigeprojekt für ökologisches Bauen beinhaltet gleichzeitig neben der Energietechnik – Ausstellung einen naturkundlichen Ausstellungsteil, der besonders kinder- und familienfreundlich erstellt wurde. Passend zum Jahr des Ökotourismus 2002 gibt es in der Ausstellung ohne Sprache, die nur über Bilder oder interaktive Handlungsmechanismen wirkt, auf unbeschwerliche Art und Weise Informationen zur Landschaft und zum Naturparkgebiet. Wie die Erfahrungen zeigen fühlen sich gerade Kleinkinder im Kinderbereich auch über längere Zeit hinweg sehr wohl. Mittlerweile wurde das Faltblatt zum Naturpark – Informationshaus an alle Verkehrsämter und Touristik – Informationen im Naturparkgebiet verschickt. Das Faltblatt können Vermieter und sonstige Interessierte aber auch gerne über die Naturpark – Geschäftsstelle anfordern. Das Faltblatt trägt beiden Ausstellungsteilen Rechnung, zum einen dem Energietechnikteil, zum anderen dem naturkundlichen Ausstellungsbereich, jeweils in den zugehörigen Farben. Es soll damit auch allen Förderstellen und Sponsoren ganz besonders gedankt werden, die den Bau diese Gebäudes überhaupt erst möglich gemacht hatten. Ein besonderer Dank geht dabei an die Bayer. Sparkassenstiftung, die als erster Sponsor überhaupt äußerst unbürokratisch den größten Förderbetrag zur Verfügung gestellt hatte und damit eine Anschubfinanzierung gegeben hatte. Ohne die Bayer. Sparkassenstiftung wäre das Projekt überhaupt nicht zu realisieren gewesen. Mittlerweile ist auch der Abschlußbericht für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt zum Bauprojekt erstellt worden. Dieser Abschlußbericht ist ebenfalls in farbiger oder schwarz – weißer Ausführung zu beziehen. Darin enthalten sind neben etwa 30 Fotos, auch Details und sachliche Informationen zum Ablauf des Bauprojektes. Weitere Informationen über das bis zum Jahr 2003 laufenden Messprogramm gibt es erst danach. Das Naturpark – Informationshaus ist für interessierte Besucher jeweils von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet.

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Naturpark – Exkursion in die Gundelau Ornithologie mit Frater Ludwig Schwingenschlögl

Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2002 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine ornithologische Exkursion in die Gundelau bei Niederalteich im Landkreis Deggendorf an. Treffpunkt ist am Samstag, 11.05.2002 um 8:00 Uhr am Eingang zur Basilika am Kloster Niederalteich. Der Vogelkenner und Ornithologe Frater Ludwig Schwingenschlögl wird auf dieser kleinen Wanderung wissenswertes zu den einzelnen Arten und zum Gesang der Vögel erklären. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt und dauert etwa zwei bis drei Stunden. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Bitte Fernglas mitbringen.

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Natur und Kultur am Pfahl Weiterbildung für Touristiker und Naturführer

Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2002 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Weiterbildung für Vermieter, Touristiker und Natur- und Landschaftsführer an. Thema ist die Natur und Kultur am Pfahl. Gerade Multiplikatoren sollen Gästen und Interessierten qualifizierte Informationen geben können, das geht am Besten, wenn man selbst einmal dort gewesen ist und die Gegebenheiten kennt. Treffpunkt ist am kommenden Dienstag, den 23. April 2002 um 14:00 Uhr in der Pfahlausstellung im „Alten Rathaus“ in Viechtach. Referent Matthias Rohrbacher wird durch die Dauerausstellung führen, die für große und kleine Naturfreunde einiges zum Thema Pfahl bietet. Anschließend wird eine kurze Erlebniswanderung durch das Naturschutzgebiet „Großer Pfahl“ angeboten. Themen wie Erdgeschichte, Tiere und Pflanzen am Pfahl oder der ehemalige Steinbruch werden dabei präsentiert. Diese kostenlose Erlebniswanderung findet auch von Juni bis September an jedem Mittwoch Nachmittag statt. Die kostenlose Veranstaltung dauert etwa zwei Stunden. Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

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Drachenkamm“ auf Sendung Bericht des Bayerischen Fernsehens über den Pfahl

Im Rahmen der Sendung „Schwaben und Altbayern“ berichtet das Bayerische Fernsehen über die einzigartige Naturerscheinung Pfahl. Der Beitrag wird am kommenden Sonntag, den 21.April ab ca. 18.05 Uhr im dritten Programm gesendet. Fernsehredakteur Klaus Röder war mit seinem Kamerateam Herbert Lehner und Volker Gabriel zu Gast im Bayerischen Wald. Sie waren drei Tage in der Pfahlregion unterwegs um das Naturdenkmal Pfahl zu filmen. Die beindruckenden Quarzfelsenriffe stehen im Mittelpunkt des Berichts. Auch über den Quarzabbau in den Steinbrüchen wird berichtet. Erst fanden die „Schudderschloger“ – so wurden die Steinbrucharbeiter genannt – im Viechtacher Steinbruch Brot und Arbeit. Nachdem im Jahr 1992 der Betrieb eingestellt wurde, eroberte sich die Natur dieses Gebiet zurück: Gelbbauunken laichen in den Tümpeln, Schlingnattern jagen in den Schotterhalden oder Fledermäuse „übertagen“ in den Felsnischen. Der Pfahl ist aber auch der Lebensraum für einen Löwen: Der „Ameisenlöwe“ wartet in seinem Fangtrichter auf seine Beute. Er ist einer der vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten, die auf den Felsriffen, Pfahlheiden oder in den lichtdurchfluteten Wäldern ihre „Heimat“ finden. Nach der Pfahlsage ist das gezackte Quarzfelsenriff der aus dem Erde ragende Kamm eines Drachens, der tief im Erdinnern ruht. Die Wissenschaft spricht dagegen von heißen, unterirdisch aufsteigenden wässrigen Lösungen, aus denen der Pfahlquarz „herauswuchs“. In der Pfahldauerausstellung im „Alten Rathaus“ in Viechtach können sich Besucher das ganze Jahr über das Naturdenkmal Pfahl informieren. Große und kleine Naturforscher können dabei in der Experimentierwand „Pfahlgeheimnisse“ oder den „Mikrokosmos des Pfahls“ erforschen. Gesteine und Minerale warten bei der Suche nach dem „Stein der Weisen“ auf ihre Entdeckung.

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Gestalten mit Weidenelementen Praktischer Baukurs beim neuen Naturpark-Informationshaus

Der Naturpark Bayerischer Wald e. V. bot in seinem Jahresprogramm eine Veranstaltung zum Thema „Gestalten mit Weidenelementen“ an. Etwa 25 Interessierte, darunter etliche Kinder fanden sich zur Veranstaltung mit dem Diplom - Biologen Otto Lendner aus Ringelai am Naturpark-Informationshaus ein. Nach einer ersten Einführung im Veranstaltungsraum über Grundlagen, wie Aussehen, Stabilität und Dauerhaftigkeit von Weidenelementen, gab es eine Reihe von Dias von fertigen Objekten zu sehen. Der Referent Otto Lendner wies darauf hin, dass dieser Workshop nicht als Weidenbestimmungskurs für die mehreren hundert weltweit vorkommenden Arten sein kann, und auch kein Weidenflechtkurs, denn das ist eine längerwährende Berufsausbildung. Die Veranstaltung sollte dazu dienen, mit Weidenelementen im Spielplatzbereich und Wohnumfeld gestalten zu können. Sehr aufwendig hierfür ist die Materialauswahl. Man muss etwa drei bis fünf Meter lange Weidenruten sorgsam auswählen und die dazu benötigten etwa vier Meter langen Haselnussstecken. Es empfiehlt sich in kleinen Trupps von etwa vier Leuten zu arbeiten. Zwei Personen halten meistens die Konstruktionen, während eine andere die Elemente zusammenbindet. Die vierte Person sollte sich normalerweise mit der Sichtkontrolle befassen, damit die Elemente entsprechend gerade und wohlgeformt ausschauen. Die Haselnussstangen dienen zum Stabilisieren der Konstruktion. Diese treiben hinterher nicht grün aus. Die Konstruktion wird mit Schottersteinen verkeilt. Die Weidenruten werden entsprechend an vielen Punkten zusammengebunden. Die Weiden treiben sehr rasch und gut aus und begrünen die ganze Konstruktion. Bis die Halteschnüre abgewittert sind, muss die Konstruktion halten, darum soll man besonders auch im Außenbereich haltbare Schnüre verwenden. Haselnussstecken darf man nicht zu schnell biegen sonst brechen sie, man muss sie langsam anstretchen. Zunächst ist wichtig, geeignete Weidenarten auszuwählen. Die drei häufigsten, im Mittelgebirge vorkommenden Weidenarten eignen sich leider sehr schlecht für die Gestaltungsarbeit. Die an Bachläufen und in Moorbereichen vorkommende Öhrchenweide hat zu kurze Ruten. Die Salweide, die auf Rohböden, auf Schutthaufen und am Wegrand wächst treibt relativ schlecht aus, es ist der Aufwand nicht wert. Die Bruchweide, auch Knackweide genannt, wächst ebenfalls in Bachtälern, man könnte sie gut zum Zaunstecken verwenden, sie bricht aber beim Flechten sehr leicht, wie ihr Name schon verrät. Die geeigneten Weidenarten, wie zum Beispiel die Purpurweide, findet man an den größeren Bachtälern und entsprechend im Donautal. Dort kann man mit Mandel-, Lavendel-, Weich-, und Korbweide gut arbeiten. Bei der Materialbeschaffung sollte man sich an die Kreisgartenfachberater oder auch an die Straßenbauämter wenden und nicht ohne Erlaubnis Weidenstecken schneiden. Die Weidenelemente sollten eine Sitztiefe von etwa 0,5 Meter im Erdboden erhalten. Um ausreichend Erdkontakt zu erreichen sollte man die Rinde oberflächlich zu etwa 30 % wegschälen. Das gibt einen Initialreiz für Wurzelbildung. Es empfiehlt sich auch die Setzlöcher zuzutreten und mit durchnässtem Erdmaterial zuzuschmieren bzw. die Stangen vorher entsprechend in Schlamm einzutauchen. Die optimale Setzzeit ist zwischen Ende März und Anfang April, bevor die Blätter austreiben. Wenn Material geholt wird, soll es spätestens nach ein oder zwei Tagen verarbeitet werden, es darf nicht länger liegen. Vorteilhaft kann auch sein, das ganze in der Zeit vom Schneiden der Ruten bis zum Setzen zu wässern. Vor dem Naturpark-Informationshaus wurden in Gruppenarbeit drei Elemente begonnen. Ein Torbogen im Zugangsbereich und hinter dem Gebäude ein Haselzaun mit ebenfalls einem Torbogen mit einer Weidenflechtwand auf der gegenüberliegenden Seite. Zum Abschluss wurde mit Sand im Halbrund ein Bogen für ein Weidentippi markiert. Dieses soll den Kindern zum spielen dienen. Fast zwei Stunden lang wurde eifrig gegraben, gesägt, Pflöcke gespitzt und Weidenmaterial eingeflochten. Viele harrten trotz des eiskalten Windes aus, um die Arbeiten zu vollenden. Zum Schluss bedankte sich Bildungsreferent Hartwig Löfflmann beim Referenten Otto Lendner und bei allen Teilnehmern. Unter einem fertiggestellte Weidentunnel wurde dann die diesjährige Ziehung der Naturparklotterie vorgenommen.

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Führung durch Naturpark – Informationshaus Energietechnik des neuen Nullenergiehauses

Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2002 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. im neuen Informationshaus eine Führung für die Kreisgruppen Regen und Freyung – Grafenau des Landesbundes für Vogelschutz an. Aber auch die Gesamtbevölkerung ist herzlich dazu eingeladen. Treffpunkt ist am Samstag, 09.03.2002 um 14:00 Uhr im neuen Naturpark - - Informationshaus in Zwiesel an der B11 – Abfahrt Zwiesel Süd. Nach einer kurzen Einführung gibt es einen Rundgang durch das Gebäude und anschließend die Gelegenheit, den Film über den Bauablauf anzuschauen oder sich selbst mit der interaktiven Gebäude – CD oder anderweitig zu informieren.

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Diavortrag über Pflanzen des Böhmerwaldes Zuzanna Maskova referierte für Naturpark

Zur zweiten Veranstaltung im Rahmen des Jahresbildungsprogramms 2002 des Naturparks Bayerischer Wald e.V. im Infozentrum Grenzbahnhof konnte Bildungsreferent Hartwig Löfflmann die Biologin Zuzanna Maskova von der Nationalparkverwaltung Sumava begrüßen. Die Nationalparkmitarbeiterin aus Kasperske Hory brachte einen Deutschlehrer als Dolmetscher mit. Die zweisprachige Veranstaltung begeisterte etwa 30 Zuhörer mit Besonderheiten und Raritäten des Böhmerwaldes. Maskova ging zunächst auf die Böhmerwaldwiesen und die darauf vorkommenden ersten Frühlingsboten ein. Allgemeine Arten wie Pestwurz, Schlüsselblume oder auch braune Haselwurz wurden dabei vorgestellt. Die Haselwurz wurde früher getrocknet und gedürrt und bei reichen Leuten zur schnelleren Verdauung verwendet. Da sie mäßig giftig ist wurde sie aber auch als Rattengift eingesetzt. Danach ging die Diplom – Biologin auf die 25 Orchideen - Arten, die im Böhmerwald vorkommen ein. All diese Arten sind nahe verwandt mit den Orchideen aus den Tropen. Mit zu den bekanntesten Arten zählt das Holunderknabenkraut. Alle Orchideenarten sind sehr selten und streng geschützt, da sie vom Aussterben bedroht sind. All diese störungsempfindlichen Orchideenarten leiden unter der heutigen Agrarwirtschaft. Der abwechslungsreiche Diavortrag befasste sich danach auch mit kurzhalmigen Bergwiesen und einem prominenten Vertreter, dem ungarischen Enzian. In den Karen der Böhmerwald – Seen in der Umgebung des Plöckensteins und auf den Hochebenen des Böhmerwaldes kommt der im vergangenen Jahrhundert fast ausgerottete Böhmische Enzian vor. Auf der bayerischen Seite ist diese Art praktisch ausgestorben. Zu etlichen Arten gab es auch Informationen über ihre medizinale Anwendung, wie beispielsweise beim Arnika, der aber auch durch Agrarwirtschaft und Stickstoffeinträge aus der Luft stark im Rückgang begriffen ist. Danach widmete man sich den weichen Wiesen und den Talpflanzen. Interessant war, dass die sibirische Schwertlilie, die sehr häufig im Moldautal vorkommt auch eine Albino – Variante mit weißen Blüten aufweisen kann. Genetisch sind aber beide identisch. Danach wurden die Uferbestände mit der Österreichischen Gemswurz näher beleuchtet. Interessante Informationen gab es auch zum blauen Eisenhut, der im Volksmund auch Wolfsgift heißt. Er zählt zu den giftigsten Pflanzen in Europa und kann die gleiche Wirkung entfalten wie das Pfeilgift der Indianer, das Kurare. Wenige Gramm aus dem Wurzelbereich oder wenige Milligramm des Alkaloides können zu einem schnellen Herzstillstand und zu einem sehr schnellen Tod führen. Die Slawen hatten früher Füchse und Wölfe damit vergiftet. Deswegen entstand auch der Name Wolfsgift für den blauen Eisenhut. Nach den Arten der Talauen wurden die Filze und Moorgebiete, also die sehr typischen Standorte des Böhmerwaldes näher vorgestellt. Vom scheidigen Wollgras über die Alpenhaarsimse bis hin zur Rosmarinheide und zur Moosbeere reichten die Fotos. Die Moorheidelbeere oder sogenannte Rauschbeere wird manchmal mit den Heidelbeeren verwechselt. Die Rauschbeere hat aber hellere Blätter. Größere Mengen der Beeren rufen mäßige Vergiftungen hervor, die die gleichen Symptome wie beim Trinken von Alkohol haben. Es wird die Funktion der Augen und der Gleichgewichtssinn beeinträchtigt. Die mäßigen Vergiftungen kommen aber nicht jedes Mal vor. Die Pflanzen wurden schon oft untersucht, bis heute weiß man aber nicht, welcher Stoff die Vergiftungen verursacht. Bekannt ist nur, dass eine Pilzart, die in Symbiose mit der Pflanze bzw. mit der Beere lebt im Herbst nach den ersten Frösten die Pflanze befällt und die Wirkung auslöst. Eine Besonderheit der Moore sind auch die fleischfressenden Pflanzen wie zum Beispiel der Rundblättrige oder der sehr viel seltenere, Langblättrige Sonnentau. Auf gestörten Oberflächen kommt auch das Fettkraut vor, das ähnlich wie der Sonnentau Insekten verdauen kann. Früher wurde auch dieses als Heilkraut gepflückt und in die Milch gegebenen, um daraus Quark werden zu lassen. Nach diesem bunten Mosaik von Böhmerwaldpflanzen, die vielfach sehr große Raritäten darstellen, schloss Zuzanna Maskova ihren Vortrag. Vladimir Mares von der Nationalparkverwaltung Sumava hatte passend zum Weltfrauentag und zur Botanik eine Blume beschafft und der Referentin mit entsprechendem Dank übergeben. Daraufhin schloss Beildungsreferent Hartwig Löfflmann die Veranstaltung und lud zu den weiteren Vorträgen und Eröffnungen im Bayerisch – Böhmischen Informationszentrum für National- und Naturparke ein.

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